GEE-Symposium

Langfristige Struktur der Stromversorgung
Sind wir vor Versorgungsstörungen amerikanischen Zuschnitts gefeit?

Termin: 24. November 2003, 10.00 - 17.30 Uhr
Ort: Sorat-Hotel am Spreebogen, Berlin-Moabit
Veranstalter: Gesellschaft für Energiewissenschaft und Energiepolitik GEE e.V.
Die Veranstaltung wurde unterstützt durch die 
 

Programm

Eröffnung und Einführung. Prof. Dr. Georg Erdmann, GEE Vorstandsvorsitzender

Stromkrisen in den USA: Was ist schief gelaufen? Fereidoon Sioshansi (in englischer Sprache)

Investitionsbedingungen auf dem deutschen Kraftwerkemarkt: Stehen den absehbaren Risiken ausreichende Renditeerwartungen gegenüber? (Prof. Dr. Wolfgang Pfaffenberger, Leiter bremer energieinstitut)

Langfristige Kohleverstromung in Deutschland trotz CO2-Restriktionen? Wolfgang Reichel, Vorstandsmitglied GVSt Essen

Langfristige Erdgasverstromung: Bestehen Versorgungsrisiken? Ben Schlemmermeier, LBD Beratungsgesellschaft mbH Berlin

Künftiges Verhältnis zwischen zentralen und dezentralen Erzeugungskapazitäten. Ireneusz Pyc, Siemens PG
 
 

Hintergrund

Die verschiedenen Versorgungskrisen in den USA haben in der öffentlichen Bewertung in Deutschland zur - möglicherweise vorschnellen - Aussage geführt, das so etwas bei uns nicht vorkommen könnte. Unsere Stromnetze sowie die Kraftwerkskapazitäten sind derzeit hinsichtlich Quantität und Qualität absolute Weltspitze. Doch müssen wir in die Zukunft denken: Trotz und unabhängig vom geplanten weiteren Zubau regenerativer Erzeugungskapazitäten muß die Planung einer signifikanten Zahl neuer Kraftwerke bald beginnen, denn Investitionen benötigen erfahrungsgemäß einen sehr langen Vorlauf. Andererseits wurde bisher noch nirgendwo auf der Welt der Beweis erbracht, dass solche Investitionen unter den Bedingungen eines echten Erzeugerwettbewerbs zeitgerecht und in ausreichendem Umfang getätigt werden.

Die im Zentrum des Sympoiums stehenden Kernfragen lauten demnach,

Aktuelle Unsicherheiten über die Allokation von CO2-Zertifikaten, die noch offene Regulierung der Strom- und Gasnetze, die noch nicht absehbaren Strukturen eines künftig intensiven europäischen Stromhandels sowie die schwierigen Perspektiven einer derzeit nur von staatlicher Unterstützung getragenen regenerativen Stromerzeugung machen Antworten auf diese Fragen komplizierter - und die Diskussion ensprechend spannender.